Haustiere und Katzen

Katzen sind in der Regel sehr soziale Tiere und können gut mit ihren Artgenossen auskommen. Das harmonische Zusammenleben wird am besten erreicht, wenn die Katzen von Anfang an gemeinsam gehalten werden. Aber auch die Beziehung zwischen jungen und älteren Katzen kann sehr positiv sein, wobei ältere Katzen oft die Rolle einer fürsorglichen Mutterfigur übernehmen.

 

Es ist sogar möglich, Katzen erfolgreich mit anderen Haustieren zu vergesellschaften. Es kann Freundschaften zwischen ihnen geben oder zumindest eine friedliche Koexistenz als Mitbewohner. Ob es um die Vergesellschaftung von Katzen und Hunden, Kaninchen, Meerschweinchen oder Ratten geht - eine friedliche Koexistenz ist durchaus realisierbar.

 

Bereits ab der zweiten Lebenswoche kann eine Katzenmutter ihre Jungen Beziehungen zu anderen Arten aufbauen lassen - sei es zu potenziellen Beutetieren oder anderen Raubtieren. In dieser Zeit können die Kätzchen mit ihnen spielen und sich an ihnen reiben, was offenbar dazu führt, dass Rangordnung und artspezifische Grenzen ihre Bedeutung verlieren.

 

Solche frühen Freundschaften können ein Leben lang halten. Allerdings ist die Phase, in der solche Bindungen aufgebaut werden können, relativ kurz und umfasst höchstens fünf Wochen. Bis zur siebten Lebenswoche betrachtet eine junge Katze artfremde Lebewesen einfach als andere Katzen oder möglicherweise als Katzen mit einem anderen Geruch. Sanftmütige erwachsene Hunde oder noch besser, wedelnde Welpen, eignen sich besonders gut für diese frühen sozialen Kontakte. Sie spielen zusammen, kuscheln und genießen den Körperkontakt und die Wärme.

 

Die Angst vor dem Unbekannten entwickelt sich erst nach der siebten Woche. Auch der angeborene Jagdinstinkt, kleinere Arten wie Hamster, Vögel oder Fische zu jagen und zu töten, entwickelt sich erst nach diesem Alter. Studien haben gezeigt, dass sechswöchige Kätzchen, die zusammen mit Ratten aufgezogen wurden, später hartnäckig darauf verzichteten, Ratten derselben Art als Beute zu verfolgen. Wenn jedoch der erste Kontakt erst gut eine Woche später stattfand, endete die Beziehung mit dem üblichen Katz-und-Maus-Spiel.

 

Der natürliche Jagdinstinkt erwacht sowohl bei Katzen als auch bei Hunden, wenn sie eine fremde Katze oder ein zappelndes kleineres Tier erblicken. Es ist eine instinktive Reaktion, die zu einer spannenden Verfolgungsjagd führen kann. Doch dieser Jagdtrieb bedeutet nicht zwangsläufig Feindschaft im menschlichen Sinne.

 

Trotzdem gibt es Wege, die zu Freundschaften führen können, aber nicht mit allen Tierarten. Wenn eine Katze älter wird, ist besondere Vorsicht geboten, wenn es um engere Beziehungen zu Mäusen, Ratten, Hamstern, Meerschweinchen, Wellensittichen und Kanarienvögeln geht. Ein kleines Missverständnis kann den Jagdinstinkt wecken und eine potenzielle Freundschaft abrupt beenden. Wenn es um größere Sittiche und Papageien geht, können sogar handfeste Auseinandersetzungen oder eine entschiedene Verteidigung der Vogelinteressen auftreten. In der Regel gestaltet sich jedoch die Beziehung zwischen Katzen und Hunden einfacher.

 

Wenn Sie Hund und Katze aneinander gewöhnen möchten, gibt es einige Schritte zu beachten. Zunächst sollten Sie darauf achten, dass sowohl der Hund als auch die Katze die Wahrnehmung des anderen relativ angstfrei erleben. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht darin, den Geruchssinn der Tiere einzusetzen. Lassen Sie Hund und Katze für ein bis zwei Tage in getrennten Räumen und tauschen Sie dann die Räume, damit sich beide an den Geruch des anderen gewöhnen können. Danach bringen Sie die Tiere zusammen und sprechen in leisem und beruhigendem Ton mit ihnen. Es ist wichtig, dass der Hund dabei ein Geschirr mit Leine trägt und festgehalten wird. Nach dem Treffen werden beide mit einem Leckerbissen belohnt.

Wiederholen Sie diese Treffen mit Belohnungen so oft wie nötig. Es kann eine Woche oder sogar länger dauern, bis sich eine positive Dynamik zwischen Hund und Katze entwickelt. Es ist jedoch selten eine gute Idee, einer bereits erwachsenen und verwöhnten Katze einen jungen Hund hinzuzufügen.

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