Zahnpflege

Die Pflege der Zähne Ihrer geliebten Katze ist keine so große Herausforderung, wie es zunächst scheinen mag. Wenn Sie frühzeitig damit beginnen und eine spezielle Zahnpasta verwenden, die Ihrer Katze zusagt, können Sie dies problemlos bewältigen.

 

Es ist wichtig, keine menschliche Zahnbürste zu verwenden, da diese nicht für Tiere geeignet ist und das empfindliche Zahnfleisch verletzen könnte. Ihr Tierarzt kann Sie gerne beraten und Ihnen dabei helfen, die passende Zahnbürste für Ihre Samtpfote zu finden.

 

Die Gewöhnung Ihrer Katze ans Zähneputzen kann behutsam erfolgen, indem Sie zunächst vorsichtig mit Ihrem Finger ihr Maul öffnen und sanft über die Zähne streichen. Sobald sie sich daran gewöhnt hat, können Sie die Zahnbürste einführen. Hierbei kann etwas Thunfisch oder Thunfischsaft als Lockmittel auf der Zahnbürste helfen. Sobald Ihre Katze dies problemlos akzeptiert, können Sie zur Katzenzahnpasta übergehen.

 

Falls Sie generell Schwierigkeiten haben, die Zähne Ihres Tieres zu putzen, zögern Sie nicht, Ihren Tierarzt um Rat zu fragen. Viele Tierarztpraxen bieten Zahnprophylaxe an und sind gerne bereit, Ihnen zu zeigen, wie Sie die Zähne Ihrer Katze am besten pflegen können.

 

Es ist wichtig zu beachten, dass viele Katzen mit Zahnerkrankungen zu kämpfen haben. Etwa drei Viertel aller Katzen leiden unter Problemen im Maulbereich. In den meisten Fällen ist Zahnstein ein frühes Anzeichen dafür. Ähnlich wie beim Menschen setzen sich Speisereste zwischen den Zähnen fest und bilden Plaque. Durch Mineralien im Speichel verhärtet sich die Plaque zu Zahnstein, der wiederum Zahnfleischentzündungen und Parodontose verursachen kann. Die Zähne werden locker, es können Zahnfehlstellungen auftreten und die Gebissfunktion kann beeinträchtigt werden.

 

In seltenen Fällen kann das Zahnfleisch auch durch Immunerkrankungen oder Viren angegriffen werden. Eine Zahnfleischentzündung ist nicht nur für das Gebiss gefährlich, sondern die Bakterien aus den Entzündungsherden können über den Blutkreislauf auch andere Bereiche des Körpers betreffen und dort Entzündungen hervorrufen, die auf den ersten Blick nicht mit dem Gebiss in Verbindung gebracht werden würden. Es besteht also die Möglichkeit, dass Zahnstein seine Spuren bis hin zu Nierenschäden oder 

Herzkrankheiten hinterlassen kann. Du kannst das Katzenmaul vorsichtig öffnen, indem du sanft Druck auf die Mundwinkel ausübst, um eine Inspektion zu ermöglichen.

 

Einige Symptome, anhand derer Sie eine Zahnfleischentzündung bei Ihrer Katze erkennen können, sind übler Mundgeruch, vermehrter Speichelfluss und Sabbern, blutiger Speichel, bräunliche Verfärbungen der Zähne, feste Zahnbeläge, insbesondere an den Backenzähnen, die Verweigerung von (Trocken-)Futter und gerötetes Zahnfleisch.

 

Katzen, bekannt für ihren geringen Konsum von Kristallzucker, haben eine einzigartige Zahnproblematik namens FORL oder feline odontoklastische resorptive Läsion. Diese Krankheit, von der laut Studien bis zu 40 % der Katzen betroffen sein sollen, ist weit verbreitet, aber noch immer wenig erforscht.

FORL verursacht eine Störung im Körper, bei der die Zahnsubstanz von der Zahnwurzel oder dem Zahnhals aus quasi selbst zerfällt. Die resultierenden scharfen Kanten und Spitzen der splittrigen Zähne können schmerzhafte Entzündungen im Maul verursachen. Anders als bei menschlicher Karies sind hier nicht Bakterien die Ursache, sondern es scheint sich um eine rätselhafte Autoimmunkrankheit zu handeln.

Diese Krankheit betrifft nicht nur moderne Hauskatzen, sondern auch wild lebende Großkatzen und sogar Vorfahren unserer heutigen Stubentiger, wie archäologische Funde zeigen.

 

Zahnstein bei Katzen ist ein ernstes Problem. Wenn die Zähne bereits stark befallen sind, ist ein Eingriff durch den Tierarzt erforderlich. Unter Narkose kann der Tierarzt den Zahnstein von den Katzenzähnen entfernen und gleichzeitig den Zustand des Gebisses beurteilen. Bei komplexeren Zahnproblemen wie Wurzelentzündungen kann es notwendig sein, Zähne zu ziehen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine entsprechende Pflege erforderlich, um Zahnstein vorzubeugen. Zudem ist es ratsam, das Gebiss bei der jährlichen Routineuntersuchung kontrollieren zu lassen.

 

Trockenfutter als Geheimwaffe für die Zahngesundheit von Katzen

Das Knuspern von harten Futterbröckchen beim Verzehr von Trockenfutter reinigt die Zähne mechanisch von Plaque und beugt der Bildung von Zahnstein vor. Gleichzeitig massiert es das Zahnfleisch und stärkt den Zahnhalteapparat sowie die Kaumuskulatur. Es gibt speziell für die Zahnreinigung konzipiertes Trockenfutter auf dem Markt. Wenn eine Katze jedoch hartes Futter, sei es Trockennahrung oder Snacks, strikt ablehnt, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass das Tier unter Zahnschmerzen leidet. Der Fachhandel bietet auch spezielle Katzenzahnbürsten oder Fingerlinge sowie Zahnpasta an, jedoch natürlich mit für Katzen attraktiven Geschmacksrichtungen und nicht mit Minze.

Zusätzlich gibt es spezielle Futtermittel, die die Zahngesundheit unterstützen. 

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